Daten. Leben.

Deutsche sind bei der Herausgabe ihrer Daten sehr kritisch

Für ihre Digitalstudie befragte die Postbank im Frühjahr diesen Jahres 3.035 deutsche Bundesbürger. Gewichtet wurde nach Bundesland, Alter und Geschlecht, um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abbilden zu können.

Wichtigste Fakten im Überblick:

  • 82% geben online nur dann Daten preis, wenn dies dringend erforderlich ist.
  • 59% wissen bei den meisten Apps, ob und welche Daten sie angegeben haben.
  • 87% vertrauen am ehesten Ärzten und Kliniken, wenn es um den Schutz ihrer Daten geht, gefolgt von Krankenkassen und Banken. Erst an vierter Stelle stehen Staat und Behörden.

Die Zahlen sind zwar recht eindeutig. Allerdings ist zu vermuten, dass das eigene Verhalten bei vielen etwas geschönt dargestellt wurde. Wie sonst passt es zusammen, dass man seine eigenen Daten ungern preisgibt, aber der Deutschen liebste Passwörter noch immer „12345678“ oder „Kennwort1“ sind?

Interessant ist auch, dass das Datenschutzbewusstsein eindeutig eine Altersfrage ist. So sind die über 40-Jährigen deutlich zurückhaltender bei der Freigabe ihrer persönlichen Daten, als die 18- bis 39-Jährigen. Ca. jeder Zweite der sogenannten Digital Natives weiß nicht, welche Accounts er besitzt und welche Daten er freigegeben hat oder nicht. Eins aber eint beide Generationen: Weder die Jüngeren noch die Älteren lesen gerne die Datenschutzbestimmungen.

Zur Studie der Postbank