Die DIN 66399 regelte in Deutschland die sichere Vernichtung von Datenträgern wie Papier, Festplatten und Co. Sie definierte Schutzklassen nach dem Schutzbedarf der Daten, Sicherheitsstufen für den erforderlichen Grad der Vernichtung sowie unterschiedliche Materialarten der Datenträger.
2018 wurden die Inhalte in die internationale Normenreihe ISO/IEC 21964 übernommen. Die grundlegende Systematik aus Schutzklassen, Sicherheitsstufen und Materialarten blieb dabei bestehen. Die frühere DIN 66399 wurde inzwischen zurückgezogen. Heute wird die ISO/IEC 21964 für die sichere Datenträgervernichtung angewendet, welche ebenfalls vom Deutschen Institut für Normung empfohlen wird.
Im Kern geht es bei der ISO/IEC 21964 um folgende Fragen:
- Wie schwerwiegend wären die Folgen, wenn die Daten in falsche Hände gerieten?
Daraus ergibt sich die passende Schutzklasse. - Wie stark sollen Datenträger zerstört werden, um die gespeicherten Informationen unlesbar zu machen?
Dies bestimmt die erforderliche Sicherheitsstufe. - Um welche Art von Datenträger handelt es sich?
Danach richtet sich die Materialart, beispielsweise Papier, Festplatte oder elektronischer Datenträger.